Ohren anlegen- Welche Methoden gibt es? Eine Auswahl

Ohren anlegen- Welche Methoden gibt es? Eine Auswahl

Ohranlegeplastik (Otopexie) – natürlich anliegende Ohren

Abstehende Ohren sind eine häufige angeborene Formvariante. Viele Menschen empfinden sie als störend oder fühlen sich dadurch unsicher. Eine Ohranlegeplastik (Otopexie) ist ein bewährter, schonender chirurgischer Eingriff, mit dem die Ohrform harmonisiert und die Ohrmuschel näher an den Kopf angelegt wird.

In unserer Praxis wird die Behandlung individuell geplant, da jede Ohrform unterschiedlich ist. Je nach anatomischer Situation kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, die teilweise auch kombiniert werden.

Methode nach Pitanguy

Bei der Pitanguy-Methode wird ein Teil des Knorpels der Ohrmuschel reduziert und das Ohr näher an den Kopf gebracht.

Diese Technik wird häufig angewendet, wenn die Ohrmuschel (Concha) sehr ausgeprägt ist.

Vorteile
• effektiv bei ausgeprägter Ohrmuschel
• gute Kontrolle der Ohrprojektion

Methode nach Converse

Bei der Converse-Technik wird der Ohrknorpel gezielt eingeschnitten und anschließend neu modelliert.

Diese Methode eignet sich besonders bei festem oder stark ausgeprägtem Knorpel, der sich mit anderen Techniken schwer formen lässt.

Vorteile
• stabile und dauerhafte Formkorrektur
• besonders geeignet bei kräftigem Ohrknorpel

Methode nach Mustarde

Bei dieser Methode wird die gewünschte Ohrfalte mit feinen, dauerhaften Nähten modelliert.

Die Nähte formen den Knorpel so, dass eine neue Anthelixfalte entsteht und das Ohr natürlicher anliegt.

Vorteile

• knorpelschonende Technik
• sehr präzise Formgebung
• häufig angewendete Standardmethode

Methode nach Stenström

Bei der Stenström-Technik wird der Ohrknorpel vorsichtig angeraut. Dadurch wird er flexibler und kann sich natürlich in eine neue Form biegen.

Auf diese Weise entsteht eine harmonische Anthelixfalte, wodurch sich das Ohr näher an den Kopf anlegt.

Vorteile
• sehr natürliche Formbildung
• bewährte klassische Methode
• keine sichtbaren Narben auf der Vorderseite des Ohres

Individuelle Behandlung

In vielen Fällen wird eine Kombination mehrerer Techniken angewendet, um ein möglichst natürliches und symmetrisches Ergebnis zu erzielen

Häufige Fragen zur Ohranlegeplastik (FAQ)

Wie lange dauert eine Ohranlegeplastik?

Der Eingriff dauert in der Regel 60 bis 90 Minuten und kann meist ambulant durchgeführt werden.

Wird die Operation unter Vollnarkose durchgeführt?

Bei Kindern erfolgt die Operation häufig in Vollnarkose.
Bei Erwachsenen ist die Behandlung oft auch in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf möglich.

Sind nach der Operation Narben sichtbar?

Die Schnitte erfolgen hinter dem Ohr, sodass die Narben später kaum sichtbar sind

Wie lange muss ein Verband getragen werden?

Nach der Operation wird zunächst ein Kopfverband für einige Tage getragen.
Anschließend empfiehlt sich für etwa 2–3 Wochen ein elastisches Stirnband, vor allem nachts.

Wann bin ich wieder gesellschaftsfähig?

Leichte Schwellungen oder Blutergüsse können in den ersten Tagen auftreten.
Die meisten Patientinnen und Patienten sind nach 7–10 Tagen wieder gesellschaftsfähig.

Wann darf wieder Sport gemacht werden?

Leichter Sport ist meist nach 2–3 Wochen möglich.
Kontaktsportarten sollten für etwa 4–6 Wochen vermieden werden.

Sind die Ergebnisse dauerhaft?

Ja. Die Ergebnisse einer Ohranlegeplastik sind in der Regel dauerhaft stabil, da die Ohrform chirurgisch korrigiert wird.

Beratungstermin

Wenn Sie sich für eine Ohranlegeplastik (Otopexie) interessieren, beraten wir Sie gerne persönlich. Gemeinsam besprechen wir Ihre Wünsche und erstellen einen individuellen Behandlungsplan.