Aus aktuellem Anlass möchte ich vor der Leichtfertigkeit , diesen Eingriff eben mal für sein Darstellungsprofil durchführen zu lassen, warnen.
Es verstrarb wieder einmal eine Patientin bei dem sogenannten „Brazilian Butt Lift“
DIeses Mal eine 38-jährige Influencerin und Mutter einer klienen Tochter in einer Privat-Klinik in Moskau. ( Quelle aktuelle BILD)
Warum kommt es bei Po-Operationen (v. a. Brazilian Butt Lift / Fetttransplantation) immer wieder zu Todesfällen?
Bei den meisten gemeldeten Todesfällen handelt es sich um Fetttransplantationen in den Po, also den sogenannten Brazilian Butt Lift (BBL). Diese OP gilt weltweit als eine der riskantesten ästhetischen Operationen überhaupt.
1. Das größte Risiko: Fettembolie
Der Hauptgrund für Todesfälle ist eine Fettembolie.
🔴 Was bedeutet das?
Beim Einspritzen von Fett kann Fett versehentlich in große Blutgefäße gelangen. Von dort wandert es in:
• die Lunge → Atemstillstand
• das Herz → Kreislaufversagen
• das Gehirn → Schlaganfall
➡️ Diese Komplikation tritt plötzlich und oft ohne Vorwarnung auf und ist häufig nicht mehr beherrschbar, selbst bei sofortiger Intensivtherapie.
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2. Anatomisch extrem gefährliche Region
Der Po ist keine harmlose Zone:
• große Venen direkt unter dem Muskel
• starke Durchblutung
• kaum Fehlertoleranz bei falscher Kanülenlage
⚠️ Besonders gefährlich ist das Einspritzen:
• in oder unter den Gesäßmuskel
• mit scharfen oder zu dünnen Kanülen
• ohne Bildkontrolle
Viele Todesfälle entstehen genau durch diese Technikfehler.
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3. Hoher Druck & große Fettmengen
Bei BBLs werden oft sehr große Fettmengen transplantiert.
Probleme:
• hoher Injektionsdruck
• Fett „sucht“ sich Gefäßwege
• Gewebe kann das Volumen nicht sicher aufnehmen
➡️ Je mehr Fett, desto höher das Risiko.
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4. OPs im Ausland & Billiganbieter
Ein relevanter Faktor ist der Medizintourismus:
• Zeitdruck (mehrere BBLs pro Tag)
• mangelnde Nachsorge
• unzureichende Narkoseüberwachung
• fehlende Notfallstrukturen
Aber wichtig:
❗ Auch in westlichen Ländern mit Fachärzten sind Todesfälle dokumentiert.
Das Risiko liegt in der OP selbst, nicht nur im „wo“.
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5. Unterschätzte Narkoserisiken
Zusätzlich kommen hinzu:
• lange OP-Zeiten
• Bauchlagerung
• Blutverlust
• Flüssigkeitsverschiebungen
• Thrombose- und Embolierisiko
Die Gefäße sind durch die Narkose erweitert und der Blutstrom verlangsamt, sodass es leichter ist, dass Fettzellen durch die Gefäßwand gelangen.
Außerdem empfindet der Patient keinen Schmerz und der OPerateur hat somit keine Rückkopplung,
Gerade bei:
• Raucherinnen
• hormoneller Verhütung
• Adipositas
• Vorerkrankungen
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Warum hört man trotzdem ständig davon?
Weil:
• Social Media unrealistische Körperideale pusht
• Influencer Risiken kaum erwähnen
• Ergebnisse sofort sichtbar sind
• Patientinnen das Risiko oft nicht realistisch einschätzen
Viele glauben:
„Das ist doch nur Eigenfett – also natürlich und sicher.“
➡️ Das ist leider falsch.
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Zusammenfassung für Patientinnen (klar & ehrlich)
• Die Po-Fetttransplantation hat eine der höchsten Todesraten in der Ästhetik
• Hauptursache ist die Fettembolie
• Selbst bei korrekter Durchführung bleibt ein Restrisiko
• Große Volumina = höheres Risiko
• Kein Ergebnis rechtfertigt den Tod
Wichtiger Hinweis
Auch bei fachgerechter Durchführung, moderner Technik und sorgfältiger Planung kann ein Restrisiko nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Eine ausführliche ärztliche Beratung, eine realistische Erwartungshaltung und eine individuelle Risikoabwägung sind wesentliche Voraussetzungen vor der Entscheidung für diesen Eingriff.
Als snfte Alternative ist die Injektion von Stammfettzellen, also aufbereitette lebende Fettzellen, subkutan zur Gesäßoptimierung, z.B. Ausgleich von Dellen, Schärfung der Kontur in Örtlicher Betäubung mit entsprechenden gewebeschonenden Kanülen durchzuführen.
Dies vermeidet bei korrekter Durchführing alle lebensgefährdenden Risiken.
