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Augenringe

Aus medizinischer Sich ist es ein kleiner Makel, ästhetisch sieht man die Augenringe nicht gerne. Denn die Augenringe vermitteln Müdigkeit, Abgespanntheit und Alter. Natürlich gib es Behandlungen und Abhilfe, wenn man dunkle Augenringe hat. Es gibt eine Reihe von Lösungen, Abhilfen und Behandlungen die Sie selbst oder zusammen mit Arzt machen können.

Kurz gefasst ist der Grund der Schatten die Gefäße und Lymphdrüsen unter der dünnen Haut am Auge, die sichtbar werden, wenn sie nicht optimal funktionieren.

Behandlung Augenringe

Um es vorweg zu nehmen: In einem akuten Fall hilft einmal richtig ausschlafen, spazieren gehen oder Sport treiben und keinen Alkohol zu sich zu nehmen, bis die Folgen z. B. der "zu langer Nächte" vorbei sind.

Was sind Augenringe und woher kommen sie?

Oft fragen sich Patienten woher kommen die Augenringe und warum hat man Augenringe?

Die Haut um die Augen herum ist dreimal so dünn wie in anderen Partien des Gesichtes. Im Vergleich zur Körperhaut ist sie sogar bis zu 6x dünner. Das liegt daran, dass hier die Unterhaut und festes Bindegewebe fehlen. Am bekanntesten sind die Augenringe der Unterlider.

4 häufige Gründe für Augenringe:

  1. Ungesunder Lebenswandel
  2. Rauchen
  3. Wenig Schlaf
  4. Alterungsprozess

Mit dem Alter verliert die Haus an Spannkraft und auch ein Verlust Feuchtigkeit im Gewebe. Die Haut unter den Augen ist besonders empfindlich, weshalb hier zuerst der Alterungsprozess zu sehen ist.

Medizinisch definiert werden Augenringe als:

„Akzentuierung der gesamten nasojugalen Falte und des Nasen-Wangenübergangbereichs“ .

Am häufigsten sind Augenringe der Unterlider. Augenringe können – seltener - auch gleichzeitig mit Tränensäcken und Augenschwellungen auftreten. Sie treten als Folge verschiedener Ursachen in verschiedenen Ausprägungen und Formen auf.

Ursachen

Nachfolgende Liste an Ursachen kann auch in Kombination in Erscheinung treten.

  1. Erblich bedingte Augenringe. Kommt in der Familie häufig vor.
  2. Ethnische Ursachen, also bestimmte Volksgruppen mit einer höheren Disposition.
  3. Zu wenig Schlaf, zu viel Alkohol, Kummer und Leid, falsche bzw. einseitige Ernährung.
  4. Allgemeine Hautalterung, des Erschlaffens der Augenlider
  5. Abnahme von Fettgewebe in den Augenlidern, Verminderung von Gesichtsfett und des Hervortretens der Gesichtsknochen 
  6. Innere Störungen des Stoffwechsels: Vitamin-, Melanin-, Hämosiderinmangel…
  7. Übermäßige Pigmentbildung: kann Folge der Hautalterung, von Entzündungen, zu viel Sonne oder Solarium sein
  8. Lymphstau in oder unter der Haut, durch überschüssiges Fettgewebe um das Auge, verursacht durch Krankheit akuter oder chronischer Natur , insbesondere bei Erkrankungen des
  9. Herzens, der Nasennebenhöhlen, Verengung des Tränenwegskanals und der Leber, hier gerne in Kombination mit Xanthelasmen
  10. Erschlaffen des sogenannten Septum orbitale (wichtiges Bindegewebsband am Auge), oder durch eine Hypertrophie (Anschwellung) des Ringmuskels des Auges

Der Augenpartie fehlen ausreichend Fettzellen, die die Haut aufpolstern. Sie enthält aber besonders viele Blutgefäße und Lymphdrüsen. Wenn nun die genannten Faktoren wie Stress, zu wenig Bewegung, Flüssigkeits- und Schlafmangel auf uns einwirken, dann verändert dies unsere Blutgefäße und das Blut im Körper.

Die Stoffwechselprozesse beeinflussen die physikalische Grundparameter. Wenn Sie sich z. B. aufregen, werden Sie rot, weil der Blutdruck steigt oder Sie werden blass vor Angst! Letztlich sinkt die Sauerstoffkonzentration im Blut. Diese lässt es langsamer fließen und dunkel verfärben. Zellen werden nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, sind anfälliger, es entstehen Ablagerungen durch mangelnden Abtransport, kürzere Lebensdauer...

Denken Sie hier an einen langsam fließenden Fluss im Vergleich zu einem rauschenden Gebirgsbach. Dies zeigt sich am deutlichsten im Bereich der Unterlider.

Die sauerstoffreichen Gefäßchen sind eher hellrot, die sauerstoffarmen dunkelrot in ihrer Färbung und scheinen entsprechend durch die hier dünne Haut so durch, wie hoch ihr Anteil ist, Fett erscheint dagegen gelblich.

Dunkel schimmernde Augenringe sind also die Folge ihres höheren Anteils entsprechend o.g. Ursachen..

Sind diese dauerhaft auch nach Veränderung der Lebensgewohnheiten vorhanden, sollten Allergien, Erkrankungen der Nasennebenhöhlen, Niere, Galle, Schilddrüse oder Leber gar des Herzen ausgeschlossen werden.

Was hilft gegen Augenringe?

Sind bei dauerhaft vorhandenen Augenringen Grunderkrankungen ausgeschlossen oder bereits behandelt, gibt es eine Reihe von anderen Möglichkeiten, für die die behandelnde Person wissen muss, dass die Knochen der Augenhöhle, des Augenrandes und des Jochbeins in der Jugend durch Haut, Fett und Blutgefäße verdeckt werden. Die Haut um das Auge ist besonders dünn. Das übliche Unterhautfettgewebe fehlt oder ist sehr diskret vorhanden.

Ursache der Augenringe ist sehr oft eine Kombination von mehreren der genannten Gründe. So geht es gerade bei dauerhaft oft wiederholt vorkommendem Auftreten von Augenringen darum, die zugrunde liegende Ursache herauszufinden. Diese kann auch eine ernstzunehmende Erkrankung sein, mit deren erfolgreicher Behandlung die Augenringe ebenfalls verschwinden.

Ihre Behandlung muss daher entsprechend der zugrundeliegenden verursachenden Faktoren entsprechend differenziert erfolgen. 

Je nach Hauttyp und Gefäßdichte erscheinen Augenringe stets anders, sie können jedoch optisch mit Pflegestoffen behandelt und gemildert werden.

Beginnen wir mit den Hausmitteln und steigern uns dann zu anderen Verfahren

Natürlich behandeln mit Hausmittel

Als erstes bietet sich für Sie die Lösung mancher bewährter Hausmittel an. Sollten diese wenig Erfolg zeigen, kann man zunächst eine konservative medizinische Alternative wählen. Hier zu sollten Sie sich vom Arzt beraten lassen.

Kühlung

Sind die Augenringe nicht nur dunkel, sondern auch geschwollen, hilft Kühlung. Diese sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen und überschüssiges Wasser abgetragen wird.

Meist ist das morgens der Fall, weil sich über Nacht unser Stoffwechsel verlangsamt. Sie können eine leichte Lymphdrainage selbst durchführen, bei der Sie mit dem Ringfinger in Richtung der Nasenwurzel Klopfbewegungen ausführen.
 

Kalte Gurkenscheiben oder Koffein

Koffeinhaltige Cremes und Abdeckfluids regen die Durchblutung an, sodass die dünnen Gefäße unter den Augen wieder eine höhere Fließgeschwindigkeit des Blutes aufweisen, sich zusammenziehen und weniger blau erscheinen. Kühle Gurkenscheiben auf den Augen spenden Feuchtigkeit und lassen Schwellungen abklingen. 

Kompressen mit Arnika oder Kamille

Kompressen mit Arnika oder Kamille haben eine entzündungshemmende und damit abschwellende Wirkung.

Hämorrhoidencremes

Eine abschwellende Wirkung haben Hämoridencremes, wleche in anderen Bereichen medizinisch erfolgreich zur Anwendung kommen. Enthalten sie allerdings Kortison, ist von einer dauerhaften Anwendung abzuraten. Denn dieses hat als Nebenwirkung eine Ausdünnung der Haut zur Folge, die an den sehr dünnen Hautpartien hier diese noch weiter ausdünnen und die Ringe verstärken würde.

Harnstoffhaltige Salben

Manche Ärzte empfehlen, eine schwach konzentrierte harnstoffhaltige Salbe aus der Apotheke zu probieren. Harnstoff ist eine natürliche, körpereigene Substanz, die den Wasseranteil in der obersten Hautschicht erhöht und somit die Hautflexibilität normalisiert. Die Haut hält die Feuchtigkeit besser und wird geschmeidiger.

Lymphdrainagen

Der Einsatz von Lymphdrainagen sind gut und tragen dazu bei, das Problem kurzfristig zu lindern. Jedoch werdem hier nicht die medizinische Ursachen behoben . Im Akutfall jedoch sind sie durchaus hilfreich.

Die äußere Hälfte des Augenlids wird dabei in Richtung des Parotislymphknotens (in der Speicheldrüse) entwässert, die untere innere Hälfte in Richtung der Lymphknoten des Unterkiefers.

Konservativ medizinisch

Es gibt eine Reihe von konservativen Alternativen einer medizinischen Behandlung, wenn Hausmittel keine Lösung mehr sind.

Tabelle Methoden konservativ
Methode Beschreibung
Peeling Von Dermatologen gerne empfohlen wird ein vorsichtiges Peeling der Augenlider. Damit kann ebenfalls eine straffere, jugendlichere Haut der Augenregion erreicht werden (Hydrochinon-, Phytin-, Kojic-, Glykolsäurepeeling). Damit wird die oberste Hautschicht abgeschält, also ausgedünnt. Vor dem Hintergrund der dort schon sehr dünnen Haut kann diese Methode fraglich sein.
Botoxspritze

Nicht selten setzen dort einige Dermatologen Botoxinjektionen ein. Damit soll erreicht werden, dass Schwellungen der Unterlider gebessert werden und müde, eingefallene Augenringe frischer aussehen.

Durch Botoxinjektionen wird die Spannung des Augen-Ringmuskels, der Augenheber und Augensenker-Muskeln und die Sehnen zwischen Augenlidern und Nase gezielt ausgeschaltet. Dies führt zwar zur Glättung der dort entstandenen Minifältchen, Tränensäcke oder Augenringe selbst sind dadurch aufgrund ihres Entstehungsmechanismus  (s.o.) kaum positiv zu beeinflussen.

Die Botoxspritze, hilft aber sicher gegen die Krähenfüßchen oder den Knitterfältchen am Unterlid.

Laser-/ oder Blitzlampenanwendung.

Diese Therapieformen sind technisch aufwendig und sollen dazu dienen Pigmentablagerungen zu vermindern und Blutgefäße zu veröden. Ein vorübergehender Erfolg kann in der Straffung der Lidhaut erreicht werden. Dabei werden die Fibroblasten zur Kollagenbildung angeregt, und die obersten Hautschichten werden geglättet ( Photoderm, CO2-Laser, Erbiumlaser, Cool-Touch-Laser, Non-ablative Skin resurfacing, Subsurfacing ua). 

Aus eigener Erfahrung sind die Erfolge von begrenzter Dauer. Bei unsachgemäßer Anwendung besteht die Gefahr der Nebenwirkungen von Verbrennungen, Hyper- oder Hypopigmentierungen der Haut. Hyperpigmentierungen sind Eindunklungen der Haut. Diese können behandelt werden. Hypopigmentierung bedeutet dauerhafte Aufhellung.

Der Effekt besteht in der Energiezuführung in den anvisierten Hautpartien mittels gebündelten Lichts. Siehe auch dort. Bei richtiger Indikationsstellung und Anwendung kann diese Methode durchaus zum Erfolg führen. Immer dann, wenn die Haut hängt, sind chirurgische Methoden gefragt.

Hyaluronsäure

Injektionen von Hyaluronsäure, durchgeführt von einem erfahrenen Behandler, können Augenringe tatsächlich verbessern, wenn die Tränenrinne unterlegt wird. Hyaluronsäure selbst zieht dabei Wasser aus dem umliegenden Gewebe an und sorgt auch damit für eine Aufpolsterung der sehr dünnen Haut dort. Die Wahl des Präparates und die richtige Platzierung sind dabei von entscheidender Bedeutung. Zu zähes oder zu viel der Hyaluronsäure führt zu sicht- und tastbaren Verklumpungen oder gar zum Lymphstau, was in beiden Fällen eher zur Verschlechterung der Problematik führt.

Hier empfiehlt es sich jemanden aufzusuchen, der diese Region auch schon operativ eröffnet hat und sich nicht nur mit der Anatomie auskennt, sondern auch mit dem Heilungsverhalten nach einer Belpharoplastik ( Lidkorrektur, Unterlid-Operation, Tränensack-Operation) Erfahrung hat.

Eigenfettunterspritzung

Hier gilt im Wesentlichen das Gleiche wie für die Hyaluronsäure. Jedoch werden hier körpereigene Fettzellen entnommen, von anderen Bestandteilen gereinigt und dann die noch lebendigen Zellen, ähnlich wie bei der Stammzelltherapie, sogleich eingebracht.

Das führt zu einer raschen und sicheren Einheilung. Das Fett wird korrekterweise dabei nicht unter die Haut, sondern unter den Augenringmuskel injiziert. Um ein dauerhaftes Ergebnis zu erzielen, können Wiederholungsbehandlungen im Sinne eines „Touch-Up“ mit Abstand von ca. 3 Monaten durchgeführt werden. Dazu können die eigenen Fettzellen eingefroren und konserviert werden.

Fett-weg-Spritze Der Vollständigkeit halber zu erwähnen ist die Fett-weg-Spritze, mit der kleinere, überflüssige Fettansammlungen am Unterlid wirkungsvoll vermindert werden sollen. Die individuell notwendige Dosierung muss hier durch Versuch und Irrtum ausprobiert werden. Am Auge vielleicht heikel?

Operative Methoden - ästhetische Chirurgie

 

Operation der Augenlider

Helfen die oben genannten Methoden nicht, oder steht vorher fest, dass nur eine operative Korrektur zu einer Verbesserung des Befundes führt, muss diese ernsthaft in Betracht gezogen werden.

Ein erfahrener Behandler klärt Sie über die verschiedenen o.g. Behandlungsmethoden auf und stellt Ihnen die korrekte Auswahl vor.

Kommt man dann zu dem Schluss, dass die Augenringe durch eine Erschlaffung des Augenringmuskels und einer unerwünschten Fettverteilung gekommen sind, dann bleiben folgende Möglichkeiten:

Umverteilung

Eine operative Umverteilung des vorhandenen Fettgewebes, um die Tränensäcke zu reduzieren und damit in einer Sitzung gleichzeitig die Tränenrinne aufzupostern. Hier werden also - ähnlich wie bei dem Eigenfetttransfer - lebendige Fettzellen von einem zum anderen Ort übertragen. Nur hier liegt es in unmittelbarer Nachbarschaft und wird verschoben, ohne es abzutrennen. Dies kennt man aus der Chirurgie. Die Ernährung der Zellen wird nicht unterbrochen, es wird nur verschoben und gleichzeitig das „Zu viel“ abgetragen.

oder die

Tränensack-Operation

Hier wird das überschüssige Fett reduziert, der Muskel gestrafft und die Haut darüber geglättet.

Damit soll der Fettgewebsprolaps als Ursache für die Augenringe beseitigt werden. Ähnlich wie bei der Bauchfalte, wenn dieser schon über dem Gürtel zu hängen beginnt und dadurch dort für eine tiefe Falte sorgt.

(siehe weiteres unter dem Blog Tränensäcke)
 

Eingriffe oder Operation in der Nase oder der Nasennebenhöhlen

Bei einem Schnupfen oder Heuschnupfen sind die Augen verquollen und Ringe zeichnen sich ab. Die Schleimhäute der Nase und der Nasennebenhöhlen sind dabei stark angeschwollen und der Lymph- und Tränenabfluss behindert. Wird aus dem akuten Krankheitsbild ein chronisches, so zeigt sich das auch von Außen. Bei anatomischen Veränderungen, wie Septumdeviation (Nasenscheidewandverkrümmung), Muschelhyperplasie (Vergrößerung der Nasenschwellkörper) und anderen Erkrankungen helfen kleine Eingriffe mit Laser oder Hochfrequenz bis hin zu korrigierenden Operationen eben dort, um die Atemwege zu befreien und den Lymph- und Tränenabfluß zu erleichtern.

Fazit

zu sagen ist, dass heutzutage eine Reihe von verschiedenen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, das Problem effektiv und sicher zu lösen. Welche Methode auch immer gewählt wird, es können immer wieder Augenringe auftreten : durch Blutergüsse, Pigmentablagerungen, Überkorrekturen, (Höhlenauge), Triefauge, Knoten, Narbenbildung, Granulomentstehung nach Einspritzungen…

Zuerst steht aber immer die gründliche Analyse der Ursachen im Vordergrund und dann folgt die richtige Auswahl der Methode.
 

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