logo-almeida-v2.png

Fadenlifting oder Facelift? Was ist besser?

Fadenlift oder Facelift

Der allgemeine Trend auch in der ästhetischen Medizin ist es, minimal invasiv zu arbeiten. Das bedeutet ohne Skalpell und ohne OP. Fadenlifting ist eine moderne Anti-Falten Methode.

Jedoch stellen sich Patienten zu recht die Frage: Fadenlifting, was ist das?

Lassen Sie mich das näher erläutern und auch den Vergleich zum Facelift ziehen. Beim Fadenlifting versucht der Schönheitschirurg mit dem kleinstmöglichen medizinischen Aufwand ähnlich oder gleich gute Resultate zu erzielen wie mit herkömmlichen operativen Verfahren.

Im Gesichtsbereich stören meist die sich ausbildenden Hängebäckchen oder die nachgebende Wangenhaut. Früher waren dies die Indikation für ein Facelift, dem operativen Anheben der abgesunkenen Hautpartien.

Facelifting ohne OP - Fadenlift

Heute versucht man dies durch neue Methoden zu ersetzen und findet diese unter Facelifting ohne OP oder Lifting ohne Skalpell

Viele Menschen scheuen nämlich alleine schon vor dem Ausdruck Facelift zurück, da sie damit eine große Operation mit vielen Risiken und Kosten in Verbindung bringen.

Leider sind in diesem Zusammenhang viele Patienten nicht ausreichend darüber informiert, dass es in den letzten 20 Jahren auch bei der Facelift-OP entscheidende Verbesserungen gegeben hat. Existierten damals nur 3 verschiedene Liftingstufen, sind es heute mehr als 12 Variationen.

Mit diesen neuen Methoden beim Facelift können auch einzelne Partien des Gesichts isoliert gehoben werden. Dazu werden gerne weitere moderne Therapien, wie z.B. Laser, Lipotransfer, Hyaluronsäure, Botox oder die Doppelkinnabsaugung, um nur einige zu nennen, miteinander kombiniert, um den bestmöglichen Erfolg zu erreichen.

Neuer Trend : das Fadenlift

Seit einiger Zeit kursiert der neue Trend vom Fadenlift in der minimal-invasiven und modernen  Faltenbehandlung. Bei genauerer Prüfung ist der neue Trend zum Fadenlifting keine Innovation der letzten Tage, sondern eher die Fortentwicklung bisheriger medizinischer Techniken in der Schönheitschirurgie.

Erlauben Sie hier kurz die Entwicklung wieder zu geben.

Golden Lifting

Vor ca. 20 Jahren wurde mit der Verwendung von Goldfäden - das "Golden Lifting" schon angewendet. Dabei wurden die Goldfäden, von Ohr zu Ohr unter die Haut eingelegt, um speziell die Halspartie anzuheben.

Diese Methode hat sich auf Dauer nicht durchgesetzt da es oft zu einer Art "Gefühl von Einschnürung" kam. Weitere Probleme traten auf, wenn der Faden riss oder sich der "Wäscheleineneffekt" einstellte, weil die Haut sich wellte. Man ist daher von dem Goldfädenlifting zur Faltenbehandlung wieder abgekommen.

Kunststofffäden

Eine daraufhin weiterentwickelte Methode zur Anhebung der Gesichtsfalten, verwendete vor 15 Jahren dann Kunststofffäden, wie man sie aus dem chirurgischen Wundverschluss kannte. Der Nachteil hierbei war, dass diese Kunststofffäden nicht resorbierbar waren. Diese wurden von einer weiter oberen Gesichtspartie unter die Haut bis zu der entsprechenden Falte ein- und dann nach oben mit dem Effekt von einem „Lifting“ zurückgeführt und vernäht.

Beide o.g. Methoden ohne OP zeigten zunächst gute Resultate. Später wurden die nicht resorbierbaren Fäden in medizinischen Fachartikeln der letzten Jahren kritisiert auf Grund der Nebenwirkungen und Risiken. Es kam zu Verwachsungen und Vernarbungen unter der Haut. Dadurch wurde ein uneinheitliches Bild der Haut erzeugt und das Ergebnis der Gesichtsstraffung hat nicht lange gehalten.

PDO Fäden

Nun gibt es eine Weiterentwicklung des Fadenmaterials, das von vielen Ärzten angewendet wird. Verwendet werden heute resorbierbare Polydioxanon-Fäden (PDO) oder Milchsäurefäden (PLLA).

Ablauf beim Fadenlift mit PDO

Die PDO Fäden werden durch kleine Einstiche in örtlicher Betäubung mit einer Hohlnadel unter die Haut eingeführt. Die Nadel wird entfernt und dann die entsprechende Hautpartie durch den Zug am Faden angehoben. Die Fäden haben kleine Widerhaken. Somit bleibt der Hebeeffekt einer Gesichtsstraffung ohne OP zunächst erhalten.

Das Ergebnis ist sofort sichtbar und durchaus vorzeigbar.

Ablauf beim Silhouette Fadenlifting

Eine weitere Methode ist das Silhouette Fadenlifting, bei dem die Fäden statt Widerhäkchen kleine umgedrehte „Kegel“ als eine Art Anker wie oben beschrieben implantiert werden.

Beide Fäden lösen sich jedoch bereits nach einigen Monaten auf und damit sinken die entsprechenden Gesichtsbereiche auch wieder ab. Führt man sich die Beurteilung dieser Anwendung im Netz vor Augen, so ist diese zunächst positiv.

Mit relativ kleinem Aufwand erreicht man in kurzer Zeit ein vorzeigbares Ergebnis. So schmerzarm jedoch, wie oft angepriesen ist die Methode jedoch nicht. Auch haben sich bei einigen Patienten physische Probleme beim Essen und Sprechen eingestellt oder es wurde von dauerhaften Schmerzen berichtet.

Die Aussagen über die Effizienz, Risiken, Kosten und Erfahrungen mit dem Fadenlift unterscheiden sich in den entsprechenden Foren, je nach chirurgischen Fadenmaterial und Autor.

Fadenlift oder Facelift?

Für plastische Chirurgen gilt oft bei der Frage ob Fadenlift oder Facelift: Wenn die Haut hängt ist das Ergebnis der klassischen OP wirkungsvoller und hält länger.

Das Fadenlift kann dem Interessierten sicher eine Freude mit begrenzter Dauer vermitteln und führt für eine relativ kurze Zeit zu einem frischerem Aussehen.  Die Methode, bekannt auch unter den Namen „Facelift ohne OP“ funktioniert wenn folgende Faktoren erfüllt werden:

  1. Haut ist nicht zu stark abgesunken

  2. Haut ist nicht zu dick

  3. Maximal zweimal anwendbar (sonst Vernarbung und steigenden Risiken)

  4. Kein vorherige operatives Lifting OP

Ansonsten wird der gewünschte Effekt der Gesichststraffung nicht erreicht oder das Ergebnis sieht wenig natürlich aus. Deswegen ist es hier angebracht, die Patienten auch so aufzuklären, damit sie später nicht enttäuscht sind.

Eine Empfehlung ist sicherlich, dass Sie als Patient nachfragen ob der behandelnde Arzt auch in der Lage ist, ein chirurgisches Verfahren durchzuführen oder das zumindest als Alternative vorschlägt.

Durch die Weiterentwicklung des Facelifts sind operativer Aufwand und Risiken bei weitem nicht mehr so hoch wie früher, denn man kann heutzutage auch einzelne Gesichtspartien isoliert behandeln.

Entgegen zu einigen bekannten Promi Sünden vergangener Zeiten, wird heute in der Lifting OP teilweise minimal invasiv gearbeitet, wie z. B. beim endoskopischen Stirnlift. Man sieht immer, wo man arbeitet und ist damit sicherer. Letztlich kommt es darauf an, was der Patient wünscht und ob dies machbar ist.

Probleme Fadenlifing - Erfahrungen

Bei der Anwendung der Fadenmethode gibt es Techniken, bei der relativ dicht unter der Haut gearbeitet wird. Andere Techniken gehen tiefer und benutzen zur Fixierung des Fadens dann anatomische Strukturen, die tiefer liegen und sensibler sind und auch Muskeln mit erfassen können.

Beide Methoden werden nicht unter Sicht angewendet, sondern die Hohlnadel kann jederzeit unbeabsichtigt eine anatomische Struktur (Gefäß, Nerv) verletzen, weil der Arzt diese ja nicht sieht.

Im Bereich "Fadenlifting mit resorbierbaren PDO Fäden" arbeiten mittlerweile Ärzte, die in ihrer Ausbildung nie ein offenes Facelift operiert haben und vermutlich wenige Erfahrungen mitbringen mit den tiefer liegenden Strukturen. Für ein 1a Ergebnis ist das aber erforderlich, vor allem auch um latente  Problemen, Risiken und Fehlern zu reduzieren.

Die Wiederholbarkeit des Fadenlifts ist begrenzt, da unter der Haut eine ungleichmäßige Vernarbung im Verlauf des Fadens entsteht. So dass bei Wunsch später doch geliftet werden muss. Somit relativiert sich leicht der Wunsch einer Gesichtsstraffung ohne OP.

Auf die Risiken wurde zum Teil bereits weiter oben eingegangen.

  • Blaue Flecken
  • Schmerzen
  • Gefühls- oder Wundheilungsstörungen
  • Vernarbungen

sind allgemeine Risiken bei allen invasiven Methoden.

Natürlich muss man bei dem üblichen Facelift die längere Heilung hervorheben, was dem chirurgischen Aufwand geschuldet ist.

Kosten & Preise

Vergleicht man die Kosten der Methoden, ist das Fadenlift zunächst günstiger. Die Haltbarkeit des Resultates ist jedoch mit einem halben Jahr bis höchstens 1/2 bis 1 Jahre begrenzt.

Vergleicht man die Facelift-OP, so ist abhängig vom Hauttyp, mindestens acht Jahre eine visuelle Verbesserung der Falten und Gesichtsstraffung das Ergebnis. 

Wer also die Kosten vergleicht, so wie oben beschrieben, liegt mit dem Fadenlifting bei ca. 1500.- EUR und operatives Facelifting bei ab ca. 3500.- EUR.

Die Preise werden durch verschiedene Faktoren bestimmt, die Sie persönlich mit dem Arzt besprechen und sich vielleicht auch Vorher- Nachher-Bilder zeigen lassen.

Fazit

Was ist nun besser? Eigentlich kommt es vor allem darauf an, was Sie wollen! Denn beide Verfahren haben Ihre Vorteile.

Das Fadenlift ist sicher ein Verfahren, dass dem Patienten eine schnelle und gute Faltenbehandlung bringt. Das Ergebnis ist zügig sichtbar bei akzeptablen Kosten.

Wer langfristigere Ergebnisse wünscht und vielleicht auch schon tiefe Falten oder schlaffes Gewebe aufweist, der mag bei den heutigen chirurgischen Liftings eine lang anhaltende Lösung finden.

Die günstige Preise beim Fadenlifting können sich schnell relativieren, wenn Sie dauerhaft eine Gesichtsstraffung wünschen, da die wiederholenden Behandlungen zum Schluss genauso viel kosten wie ein einmaliges invasives Facelift.